Schleifenfänger-Ladeneröffnung

In letzter Zeit dreht sich hier auf dem Blog alles um den Laden. Ich hoffe, das stört euch noch nicht! Denn auch in unserem Leben hat sich die letzten Wochen fast alles um den Laden gedreht, damit zur Eröffnung meines kleinen Brautmodengeschäfts alles perfekt ist. Und perfekt war es dann auch. Es war total gemütlich und es kamen so viele nette Gäste, Kunden, Freunde und Familie. Ich hatte eine wunderbare Zeit und einen ganz tollen Start in meinen neuen Berufsweg.

Für die Gäste buk ich leckere Himbeercupcakes. Es gab aber nicht nur genügend zu naschen, sondern auch viel anzuschauen. Neben der neuen Kollektion konnte ich dank meines lieben Papas auch meine Abschlusskollektion zeigen.

Superpraktisch waren die kleinen Stehtische, an denen man ungezwungen mit den Gästen reden und anstoßen konnte.

Ich war so glücklich, als unsere selbstgebaute Kleiderstange hing. Ich finde den Ast so schön, er bringt etwas rustikales Flair in den Raum und bietet so einen hübschen Kontrast zu zarten Stoffen.

Zum Anschauen gab es Lookbooks und ein Moodboard meiner aktuellen Kollektion. Ins Schaufenster stellte ich eine Puppe mit meinem eigenen Brautkleid. Da wurden Erinnerungen wach…

Weil ich nicht den ganzen Raum mit Puppen vorstellen konnte und wollte, fertigte ich für die Sachen auf den Kleiderstangen kleine “Hang-Tags” mit Fotos an, auf denen man die Sachen nochmal getragen sehen konnte.

Aber das größte Highlight kam erst noch: die “Hochzeitstorte”! Zwei superliebe Freundinnen verbrachten vor der Eröffnung zwei volle Tage damit, die wunderschöne Torte vorzubereiten. Sie war so hübsch, dass ich sie einfach nur hätte stundenlang ansehen können. Aber irgendwann kam dann doch der Moment, an dem ich die Torte anschneiden musste und – was soll ich euch sagen – sie schmeckte ebenso gut, wie sie aussah. Nom nom nom!

Außerdem gab es diese kleinen Kekse als Give-Aways. So eine schöne Idee von meinen Mädels!

Ich hoffe, die Impressionen von meiner Ladeneröffnung haben euch gefallen. Es macht so Spaß, solche Events vorzubereiten und die kleinen Details zu planen. Geht es euch auch so?

Wie du als Selbständige/r motiviert bleibst

In meiner großen LeserInnenumfrage fand ich heraus, dass viele von euch gern mehr über mein Berufsleben lesen würden. Also fange ich mal mit einem Post zu einem der Hauptthemen an, die mich als Selbständige tagein, tagaus umtreiben. Denn im größten Vorteil der Selbständigkeit – nämlich dem selbstbestimmten Arbeiten, nach eigenen Vorstellungen in Bezug auf Ort und Zeit – liegt auch schon die größte Schwierigkeit: man muss sich selbst immer wieder aufs Neue motivieren und disziplinieren.

Ich bin weit entfernt davon, eine Expertin auf diesem Gebiet zu sein, aber nach 4 Jahren als Selbständige und einem Studium, das viel Eigenmotivation erforderte, würde ich gerne meine Tipps mit euch teilen – und freue mich natürlich auch auf eure Ideen!

Finde heraus, was dich motiviert

Ich finde es wichtig zu wissen, was einen selbst antreibt und genau das immer wieder in die eigene Arbeitsroutine einzubauen. Über die Jahre habe ich herausgefunden, dass positives Feedback von außen und Fotoshootings die beiden Dinge sind, die mich am meisten motivieren.

Als Selbständige habe ich im Alltag niemanden, der mich lobt oder kritisiert und mir auch mal sagt, dass ich etwas gut gemacht habe (außer mich selbst – aber dazu später mehr). Als extrovertierter Mensch mag ich daher Gelegenheiten, bei denen ich meine Arbeiten mit anderen teilen kann. Messen, Märkte, Events und der Blog (also ihr und eure Kommentare!) geben mir sehr viel Kraft, weil ich mich dabei mit gleichgesinnten Menschen austauschen kann.

Eine weitere große Motivation für mich sind Fotoshootings. Ich liebe sie einfach! Die aufregende Zeit der Vorbereitung und Planung, dann ein paar Nachtschichten, bis alles fertig ist – und die Fotos entlohnen einen einfach für alles! Auch Shootings versuche ich daher regelmäßig in mein Arbeitsleben einzubauen. Das letzte Shooting war recht spontan, um meine aktuelle Kollektion für die Messe festzuhalten, aber ich mag die entstandenen Bilder sehr gern.

Finde einen Partner

Einen Geschäftspartner zu haben ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll. Zum einen kann man sich natürlich in die Aufgaben hineinteilen – und hat so vielleicht mehr Zeit für das, was einem Spaß macht. Zum anderen ist es extrem motivierend zu wissen, dass man nicht nur für sich allein arbeitet.

Ich selbst habe keinen Partner, aber verschiedene Wege gefunden, eine gewisse Kontrolle von außen in meinen Alltag zu integrieren. Zum einen spreche ich mit Freunden und Familie viel über Pläne und Ziele. Sie helfen mir dabei, Strategien zu entwickeln und haken auch mal nach, ob ich an der Sache drangeblieben bin.

Auch Stammtische sind toll, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Zudem finde ich es sehr motivierend, sich für konkrete Projekte mit anderen Kreativen zusammenzutun, bei mir beispielsweise für Fotoshootings.

Schaffe klare Regeln

Im letzten Semester meines Modedesignstudiums habe ich größtenteils von Zuhause aus gearbeitet – und gemerkt, wie schwierig es sein kann, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, wenn ein Berg Wäsche und der Abwasch auf einen warten, die Wohnung dringend mal wieder gesaugt werden müsste und der Kleiderschrank unordentlich ist. Sehr geholfen hat es mir irgendwann, ganz klare Regeln zu schaffen.

Von einer Unternehmensberaterin hörte ich, dass sie eine Zeit lang ihren Arbeitsraum Punkt um 9 aufschloss und abends wieder verriegelte, um sich selbst zu disziplinieren. So streng wollte ich nicht mit mir selbst sein – zumal meine Arbeitszimmer Wohnzimmer und Küche hießen. Aber ich definierte Kernarbeitszeiten, an die ich mich zu halten versuchte. Für mich selbst legte ich fest, zu dieser Zeit wirklich am Schreibtisch – oder an der Nähmaschine zu sitzen – und alle privaten Dinge links liegen zu lassen. Das klappte nicht immer, war aber ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Mit meinem eigenen Lädchen und festen Öffnungszeiten fällt es mir jetzt viel leichter, mich zu strukturieren. Auch die Arbeit für Auftraggeber, mit denen ich konkrete Arbeitszeiten vereinbart habe, ist kein Problem. Aber klare Regeln finde ich nach wie vor wichtig, um auch mal Zeiten zum Entspannen zu haben und das Geschäftliche besser vom Privaten trennen zu können.

Setze dir Ziele

Ich liebe To-Do-Listen! Und vor allem liebe ich es, Punkte abzuhaken. Es ist gut zu wissen, was einen motiviert, wenn man mal eher unliebsame Aufgaben zu tun hat. Der Gedanke, es danach wegzuhaben und den Punkt abhaken zu können, reicht mir manchmal schon, um die Zähne zusammenzubeißen und es einfach zu tun. Meine Mama meinte letztens, es hilft ihr, bei unliebsamen Aufgaben Hörspiele zu hören. So muss jeder selbst herausfinden, was ihn oder sie bei der Stange hält, wenn es mal nicht so gut von der Hand geht.

Ziele zu setzen ist aber natürlich auch wichtig, um sich und sein Unternehmen immer weiterzuentwickeln. Damit stehe ich zur Zeit noch ziemlich am Anfang und habe mir zwar bereits Ziele gesetzt, muss aber erst noch sehen, wie sich diese umsetzen lassen.

Sei kritisch

An diesem Punkt arbeite ich noch. Es ist schwer, sich selbst gegenüber so kritisch zu sein wie es ein Chef seinem Angestellten gegenüber wäre. Hier hilft erneut der Blick von außen, indem man das Feedback von Freunden und Verwandten nicht nur zur Kenntnis nimmt, sondern auch annimmt.

Glaubt mir: mein Umfeld hat in diesem Punkt einiges zu ertragen, weil ich sehr bockig sein kann. Meistens denke ich dann aber nochmal drüber nach und entscheide mich, zumindest einen Teil der Kritik umzusetzen. Auch sein eigenes Handeln sollte man immer wieder kritisch hinterfragen. Wenn Kritiker und Kritisierter ein und dieselbe Person sind, ist das jedoch nicht immer einfach.

Belohne dich selbst

Belohnt werden wir alle gern. Und wenn wir keinen Chef haben, der uns sagt, dass wir etwas super gemacht haben, müssen wir selbst für eine kleine Belohnung sorgen. Das kann etwas ganz Einfaches sein wie ein Waldspaziergang oder eine Pizza vom Lieferdienst nach einer anstrengenden Woche. Nach einem großen Projekt gönne ich mir aber auch gern etwas Besonderes.

So gönnte ich mir nach dem Erscheinen meines ersten Buches das Parfüm “Eau So Fresh Daisy” von Marc Jacobs – und erfreue mich immer noch daran. Wichtig ist aber, sich regelmäßig zu erinnern, dass Zeit das Wertvollste ist, das du dir selbst schenken kannst. Ein freier Abend ohne Termine sollte ab und zu auf jeden Fall drin sein, um wieder zu sich selbst zu finden.

Ich hoffe, es waren ein paar hilfreiche Tipps für euch dabei. Jetzt bin ich gespannt auf eure Wege und Taktiken, um euch selbst zu motivieren!

Lieblingsoutfit: Schwarz-Weiß liebt Gelb

Regelmäßig fühle ich mich im Januar oder Februar stiltechnisch recht uninspiriert. Es ist einfach zu kalt und man hat bereits die Nase voll von den immer gleichen Stiefeln, Schals und Mänteln. Der Frühling ist aber ebenfalls noch meilenweit entfernt. Mir hilft es in solchen Momenten, mich auf wunderbaren Blogs (gerade vor allem im Blog von Steffy) inspirieren zu lassen und herauszufinden, wie es andere trotz Kälte schaffen, schick auszusehen.

Meine Erkenntnis der letzten Woche: mehr Nagellack und Lippenstift tragen! Beide bringen im Handumdrehen Stil und Farbe in graue Winteroutfits. Noch mehr Farbe kommt ins Spiel mit meinen hübschen Accessoires von Lu, meiner gelben Kameratasche und meinem neuen selbstgenähten Rock (nach diesem Schnitt). Den Stoff fand ich vor Jahren bei Alfatex in Erfurt – eine passende Bluse ist in Planung.

Mütze, Stulpen – Luloveshandmade
Schal, Bluse, Mantel – secondhand
Kette – Moorea Seal
Cardigan – Cynthia Rowley via TK Maxx
Rock – selbstgenäht
Strumpfhose – ITEM M6
Kniestrümpfe – H&M
Stiefel – Duo Boots

Gerade steigt bei mir angesichts der Ladeneröffnung am Samstag natürlich die Vorfreude. Nichtsdestotrotz habe ich mit Maik und meiner Familie ein wunderschönes, entspanntes Wochenende verbracht. Gestern war endlich mal wieder Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang durch den Wald. Daheim sieht es nun recht ungewohnt aus ohne meine Arbeitsecke, aber supergemütlich. Bilder folgen!

Ich wünsche euch heute einen tollen Wochenstart!

Mein Traumladen & ich

Wer mir bei Instagram folgt, der konnte sehr schön beobachten, wie sich mein Laden Woche für Woche entwickelt hat: von einem kahlen, gefliesten Raum in eine gemütliche Ladenwerkstatt.

Ich hatte so viel Hilfe von Freunden und Familie, ohne die ich es nie geschafft hätte, den Laden nun wirklich am 24.1. zu eröffnen. Maik und mein Papa verlegten am 4. Adventswochenende (Samstag & Sonntag!) das hübsche neue Laminat und zwei Freunde halfen uns Anfang Januar beim Umzug von Nähmaschine und Expedit in mein neues kreatives Reich.

Zudem unterstützten mich zwei Freundinnen beim Fotoshooting zur neuen Schleifenfänger-Kollektion, so dass ich die Fotos auch auf der Hochzeitsmesse präsentieren konnte. Meine Mama war nie um eine Einrichtungsidee verlegen und hatte zudem immer einen Rat bei Fragen zu Behörden und Co. parat. Danke für alles, meine Lieben!

Und nun ist es endlich soweit: ich kann euch den ersten Zwischenstand auf dem Weg zu meinem Traumladen präsentieren!

Der große blaue Schrank stammt noch aus dem früheren Sommerhaus meiner Großeltern und hat im Laden ein neues Leben bekommen. Er war schon schön Shabby, aber ich verstärkte den Effekt noch etwas, indem ich mit Sandpapier die Kanten abschliff.

Mein Arbeitsstuhl aus dem Wohnzimmer – vormals in orange und grün – bekam einen neuen blumigen Überzug aus IKEA-Stoff. Und ich freute mich riesig, als ich diese Herzchen-Bügel online entdeckte!

Wenn man in den Laden kommt, entdeckt man – genau wie im Schaufenster – gleich ein Modell aus der neuen Kollektion. Hier seht ihr das Kleid Lene in mint und weiß.

Eine Paravent trennt bisher die Umkleide ab. Ich werde diesen aber wahrscheinlich noch durch einen Vorhang ergänzen.

Mein altes Expedit-Regal aus dem Wohnzimmer bekam mit den türkisfarbenen Kisten ein kleines Makeover und fügt sich nun sehr schön in den Raum ein. Fehlen nur noch ein paar Spots in den offenen Fächern.

Sehr viel Freude bereitet es mir natürlich auch, meine Fenster zu dekorieren. Das linke Schaufenster ist schon fertig und kann dank angebrachter Drähte individuell gestaltet werden.

Eine kleine Single-Küche konnte ich am Mittwoch auch noch erstehen. Nun fehlen nur noch ein paar letzte Details und dann ist mein Laden fertig für die Eröffnung! Ich freue mich schon riesig darauf! Ich hoffe, meine Ideen für den Laden gefallen euch. Danke, dass ich den Weg zu meinem Traumladen mit euch teilen darf.

Alles Liebe,