Etwas Neues probieren: Blumensträuße binden lernen

Vor einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, in regelmäßigen Abständen neue Dinge auszuprobieren. Am meisten liebe ich es, ein neues Handwerk oder eine neue Technik zu lernen, die meine Kreativität beflügelt. Seit letztem Jahr gehe ich töpfern, meine Mama hat mir Makramee beigebracht, ich probiere supergern neue Strick- und Häkelmuster und übe mich im Handlettering. Kein Wunder also, dass ich total begeistert war, als ich die Blumen-Workshops von Erna Primula {unbezahlte Werbung aus Überzeugung} entdeckte. Endlich lernen, Blumen nicht nur in der Vase zu arrangieren, sondern richtig zu binden? YES, PLEASE!

So, so glücklich war ich mit meinen fertigen Sträußen – aber bis es soweit war, lag erstmal ein gutes Stück Arbeit vor mir und den anderen Kursteilnehmerinnen… Bei über 30 Grad begaben wir uns trotzdem hochmotiviert vom Planschbecken in den Werkstattraum.

Der gemütliche Werkstattraum liegt direkt an Ernas Garten in der Oststraße, wo Chantal seit diesem Jahr ihre eigenen ökologischen Slowflowers anbaut. Hübsch aufgereiht warteten die Blümchen schon darauf, von uns verarbeitet zu werden.

Bevor wir uns an einen großen Strauß wagten, ging es aber erstmal ganz klein los: mit einem hübschen Mini-Bouquet aus Duftwicken.

Und dann ging es so richtig los: wir durften uns erstmal ganz viele wunderschöne Blümchen für unsere großen Sträuße aussuchen. Nachdem die Blätter vom Stiel entfernt waren, konnte das Binden endlich losgehen.

Ich muss ja zugeben: ich stellte mich ganz schön an beim Binden meines ersten großen Blumenstraußes. Ich dachte einfach zu viel nach und wollte unbedingt genau verstehen, wie alles funktioniert. Irgendwann konnte ich mich dann ein wenig entspannen. Das gefiel auch den Blumen besser, weil die Stiele nicht mehr ständig durch meinen Händedruck abknickten.

Umso stolzer war ich, als ich ihn in den Händen hielt: meinen ersten selbstgebundenen Strauß! Ich finde die Farben und Strukturen einfach immer noch wunderschön. Aber schaut mal, auch die anderen Teilnehmerinnen konnten mit wunderschönen Sträußen nach Hause gehen:

Am Ende war ich so angefixt, dass ich mir sogar noch einen zweiten Strauß zusammenstellte. Bei diesem ging das Binden dann schon viel leichter von der Hand. Nun kann ich kaum an einem Feld vorbeigehen, ohne ein paar Blümchen mitzunehmen – man kann so schöne Sträuße aus vermeintlichem „Unkraut“ binden!

Wenn du auch lernen möchtest, wie man Blumensträuße bindet, schau doch mal bei den Workshops von Erna Primula vorbei. Ich bin am 12. und 13. Oktober noch einmal zum Blumen binden und Seidenbänder färben mit dabei. Ich freu mich so!

Danke, dass ich dich in die tolle Blumenwerkstatt von Blumen-Workshops von Erna Primula mitnehmen durfte! Bindest du auch gern Blumensträuße? Oder hast du in letzter Zeit ein anderes, neues kreatives Hobby für dich entdeckt? Erzähl mir gern davon!

Deine

Ein Abend am See & mein neuer Lieblings-Badeanzug!

Welchen Geruch hast du in der Nase, wenn du an den Sommer denkst? Sonnencreme, salzige Meeresluft, Softeiswaffeln oder Freibadpommes? Mich erinnert kaum ein Geruch so sehr an den Sommer wie der von nassen Badesachen. Klingt komisch? Is‘ aber so. Kommt noch ein bisschen Chlor hinzu, sehe ich mich sofort bei 30 Grad im Pool planschen – auch wenn es gerade Winter ist und ich eigentlich aus dem Hallenbad komme. Interessant, wie das so funktioniert mit Gerüchen und Erinnerungen.

Einen schönen Badeanzug wünschte ich mir schon seit Jahren, aber ihr glaubt gar nicht, wie schwierig es ist, als große Frau irgendwelche Kleidungsstücke, bei denen die Oberkörperlänge passen muss (ich denke da auch an Bodies, Overalls oder Jumpsuits) im Laden zu kaufen. Jeans kaufen? Nichts dagegen!

Sonnenbrille – secondhand
Badeanzug – Long Tall Sally (PR Sample*)
Ketten – Fleuriscoeur via Schleifenfänger
Jeans-Culotte – 24 Colours
Sandalen – Salt Water Sandals

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich bei Long Tall Sally diesen bezaubernden Badeanzug entdeckte, der mir wie angegossen passt! Ich liebe den Rückenausschnitt, die Bestickungen und sogar die neutrale Farbe. So kann man auf dem Weg zum See einfach eine Hose oder einen Rock drüberschmeißen und sieht trotzdem irgendwie angezogen aus.

Mindestens einmal jeden Sommer überrede ich Maik dazu, abends nochmal zum See zu fahren, uns ein paar Stullen einzupacken und dort zu picknicken. Es ist so wundervoll, nach der Arbeit eine Runde zu schwimmen, den Alltag hinter sich zu lassen und der Sonne beim Untergehen zuzusehen.

Nach dem Picknick ging es natürlich nochmal kurz ins Wasser – das Ende Juni tatsächlich noch ziemlich frisch war, haha.

Ach, ich liebe den Sommer so sehr! Ich kann mich gar nicht erinnern, ob es schonmal einen Sommer mit so viel Sonne und warmen Tagen gab wie diesen. Die Natur ächzt und stöhnt zwar ganz schön und würde sich über ein bisschen Regen freuen, aber ich konnte den Sommer bisher in vollen Zügen genießen.

Nun fange ich so langsam an zu überlegen, was ich alles noch machen möchte, bevor die schöne Jahreszeit sich auch schon wieder dem Ende neigt. Sommerkino, zelten und nachts im See schwimmen stehen auf jeden Fall noch auf meiner Liste. Was willst du diesen Sommer unbedingt noch Schönes machen?

Deine

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PR Sample = Dieses Teil wurde mir von der jeweiligen Firma kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an die Partner, die es mir ermöglichen, neue Ideen für den Blog umzusetzen! Die Art der Umsetzung, alle Texte und Meinungen stammen natürlich zu 100% von mir.

Auf einen Kaffee mit: Rosa von der Whole Food Box

Unter der Kategorie „Auf einen Kaffee mit…“ stelle ich euch regelmäßig kreative Menschen aus Leipzig vor, die meinen Weg gekreuzt haben und mir im Gedächtnis geblieben sind. Ganz einfach deshalb, weil ich es wunderbar finde, die kreative Szene meiner Heimatstadt sichtbar zu machen, die Geschichten hinter liebevoll gestalteten Produkten zu hören – und weil ich es mag, wenn Menschen sich gegenseitig unterstützen.

Diesmal traf ich mich mit der lieben Rosa im schönen Café Kater im Leipziger Westen. Gemeinsam mit ihrem Mann Johann hat Rosa die Whole Food Box gegründet, eine vegane Abo-Box voller gesunder und leckerer Produkte. Als begeisterte Abonnentin wollte ich gerne mehr über die Gründerin und dieses tolle Projekt wissen – und darüber, wie es eigentlich ist, mit dem eigenen Ehemann zusammen ein Unternehmen zu führen.

Wie alles begann…

Bei unserem Kaffee-Date erzählte mir Rosa, dass sie eigentlich Afrikanistik studiert und als Übersetzerin gearbeitet hat. Weil sie sich selbst seit 2013 vegan ernährt, begann sie nebenbei, sich immer intensiver mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen. Eine Auszeit vor der Geburt ihrer Tochter Nila im Jahr 2014 nutzte sie dann schließlich für eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin.

Bei Beratungen im Bekanntenkreis merkte sie jedoch, welch emotionales Thema sie sich für ihren neuen Berufsweg ausgesucht hatte – und fand es schwierig, anderen Vorschriften zu machen. Stattdessen suchte sie nach einem spaßigeren Weg, um zu vermitteln, wie vielfältig und genussvoll gesunde Ernährung sein kann. Gemeinsam mit ihrem Mann Johann entstand schließlich die Idee einer veganen Food-Box.

Die Idee

Mit ihrer Whole Food Box möchten Rosa und Johann zeigen, wie man sich ganz ohne Verzicht vollwertiger und gesünder ernähren kann. So finden sich darin gesunde Snacks, die nicht frittiert sind und Produkte wie Marmelade oder Ketchup ohne raffinierten Zucker, aber auch klassische Hülsenfrüchte und aktuelle Superfoods.

Rosa und Johann möchten, dass mehr Menschen ihr Essen wieder lieben lernen, indem sie sich selbst und der Welt beim Essen etwas Gutes tun – mit rein pflanzlichen Bio- und Fairtrade-Produkten. Neben der klassischen Abobox gibt es auch Einzelboxen zum Probieren oder Verschenken. Eine tolle Idee finde ich die plastikfreie Box.

Vom Startup zum wachsenden Unternehmen

Die Elternzeit ihrer Tochter Nila nutzten Rosa und Johann, um mit ihrer Whole Food Box zu starten – ohne eine rechte Idee, was ein eigenes Unternehmen eigentlich bedeutet. Während einer von beiden die kleine Tochter betreute, kümmerte sich der andere ums Business. Anfangs arbeiteten sie jeweils nur halbe Tage im Social Impact Lab an ihrem Projekt, mittlerweile wechseln sie sich tageweise mit der Betreuung ab und haben für ihr wachsendes Unternehmen ein eigenes Lager angemietet.

Um nicht nur Zeit als Geschäftspartner, sondern auch als Paar und Familie zu verbringen, haben sich Johann und Rosa klare Regeln gesetzt, die sie versuchen einzuhalten. So arbeiten sie in der Regel nicht am Wochenende und nach 20 Uhr – und machten in diesem Jahr zum ersten Mal seit dem Start mit ihrem eigenen Unternehmen einen richtigen Urlaub als Familie.

Gute Planung ist alles

An ihrer Tochter sehen die beiden am besten, wie es ihnen selbst gerade geht. Ist Nila unausgeglichen, nehmen das Johann und Rosa als Erinnerung, sich selbst besser zu organisieren und zu entspannen. Mittlerweile haben sie gelernt, wie wichtig gute Planung und Prioriäten sind. Jeden Abend besprechen sie gemeinsam den nächsten Tag, um ihre Aufgaben fokussierter angehen zu können.

Ein weiteres Ritual, das die beiden eingeführt haben, ist das „Zwischenfreuen“. Anstatt nur große Erfolge im Blick zu haben, führen sich Rosa und Johann ab und zu vor Augen, was sie schon alles geschafft haben – und wie stolz sie eigentlich sein können. Das motiviert sie auch, auf ihre großen Ziele hinzuarbeiten. Was für eine schöne Erinnerung!

Entspannt in die Zukunft

Mit dem Vertrauen in ihre Idee und dem Glauben, dass es statt Problemen nur Herausforderungen gibt, freuen sich Rosa und Johann auf ihren weiteren Weg mit der Whole Food Box. Ihr Ziel ist es, mit ihrem Projekt noch mehr Leute zu erreichen und das zu vermitteln, was ihnen wichtig ist. Außerdem träumen sie von einem Whole Food Box Kochbuch und einem VW-Bus, in dem sie mit ihrer Familie leben und arbeiten können. Mit ihrer wunderbar positiven Art wird ihnen sicher auch das gelingen.

Ich hoffe, der Einblick in dieses tolle Projekt und die Arbeitsweise von Rosa und Johann hat euch ebenso gut gefallen wie mir. Ich finde es immer so spannend zu sehen, wie andere Selbständige sich organisieren und vor allem auch Familie und Arbeit unter einen Hut bringen. Übrigens: die liebe Rosa schreibt mit Conscious Lifestyle of Mine auch einen ganz bezaubernden Blog – schaut mal vorbei!

Eure

Ein Wochenende in Brandenburg & eine selbstgenähte Sommerhose

DIE IDEE…

Irgendwann im Frühjahr entdeckte ich die wunderbare Hometour von Abigail Spencer auf einem Blog – und verliebte mich nicht nur in ihr Zuhause, sondern auch in die gezeigten Outfits! Mein Favorit: eine weite Hose aus leichtem Stoff in schwarz mit weißen Punkten – schon beim Ansehen der Bilder träumte ich von meiner eigenen Version…

DAS MATERIAL

In Köln fand ich bei Stoff & Stil eine leichte Viskose, die einfach perfekt für mein Projekt war! Kurz vor unserem Wochenende auf dem Alpakahof in Brandenburg schaffte ich es endlich, mir daraus meine Traumhose zu nähen.

DER SCHNITT

In der April-Ausgabe der Burda Style fand ich den perfekten Schnitt. Die Hose gehört eigentlich zu einem Jumpsuit, hatte aber für mich die perfekte Form. Ich passte die Taillenweite ein wenig an und nahm meine übliche Verlängerung vor – an drei Stellen je 2 Zentimeter plus reichlich Saumzugabe. Fertig!

Der Bund ist einfach ein gerader Streifen, den ich mit Bundvlies beklebt und auf meine Taillenweite zugeschnitten habe. Geschlossen wird die Hose mit einem nahtverdeckten Reißverschluss in der hinteren Mitte. Ich war ehrlich gesagt überrascht, wie schnell die Hose fertig war und plane schon die nächste Version…

DAS ERGEBNIS

In der Hose fühle ich mich so wohl, dass ich sie nach dem Machen gefühlt eine Woche jeden Tag aus dem Schrank holte (oder sollte ich sagen aus dem Klamottenberg angelte?). Und das ist doch das beste Zeichen, oder? Die perfekte Tür zu meinem Oberteil fanden wir übrigens durch Zufall bei einem kleinen Stadtbummel durch das sehr beschauliche Luckenwalde ganz in der Nähe der Alpakafarm Nieplitzhof, wo wir das Wochenende verbrachten.

OUTFIT DETAILS:

Kette – Fleuriscoeur via Schleifenfänger
Bluse (gekürzt aus einem Kleid), Jeansjacke, Hut – secondhand
Hose – selbstgenäht
Korb – Tine K Home via Stil Conceptstore
Sandalen – Clarks

Nach einem kurzen Abstecher zum Bauernsee in Dobbrikow kehrten wir dann übrigens zum Alpakahof zurück und starteten zu einer kleinen Alpakawanderung. Oder sollte ich besser sagen: das Alpaka erlaubte uns, es zum Fressen auszuführen? :D Dafür schwang ich mich in meine Latzhose, weil ich ein bisschen Bedenken hatte, angeknabbert oder bespuckt zu werden – die waren aber völlig unbegründet.

Trotzdem werde ich euch die tausend Bilder von mir und meinen haarigen Freunden, auf denen ich über beide Ohren strahle, für den Moment ersparen… Es folgt bestimmt noch eine kleine Auswahl bei Instagram, haha.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Sommerwoche! Hier ist das Wetter seit Wochen megaschön, bei euch auch? Das ruft nach einem Ausflug zum See nach der Arbeit…

Eure