DIY: Bestickter Fahrradkorb // Pimp my bike!

Nachdem ich im letzten Sommer das wunderbare mintfarbene Vintage-Fahrrad mit meinem Papa pimpte, hatte ich ständig das Bedürfnis, mein langweiliges Alltagsrad auch ein wenig aufzuwerten. Davon abgesehen, dass die Kette dringend Öl und die Reifen Luft brauchten, hatte das Fahrrad wirklich mal wieder eine Verschönerungskur verdient. Zuerst wechselte ich die alte Fahrradklingel gegen eine rot-weiß-gepunktete, die mir meine Schwiegermama geschenkt hatte. Dann war der rostige alte Fahrradkorb dran, den noch eine künstliche Blumenkette zierte, die sich im Laufe der Zeit von mehr und mehr Blüten verabschiedet hatte.

Den weißen Basil-Korb bestellte ich im Fahrradladen meines Vertrauens, es gibt ihn aber auch bei Amazon*. Er ist etwas kleiner als die sonstigen Körbchen, passt aber gut auf mein Rad. Ich entschied mich, ihm mit einem Rest roter Filzwolle und einer Sticknadel mit abgerundeter Spitze, die ich sonst für meine Strickprojekte verwende, noch etwas mehr Farbe und Leben einzuhauchen.

Das Besticken selbst war eigentlich ganz einfach. Mit einem langen Faden stickte ich zunächst ganz grob vor, wie der Schriftzug etwa auf dem Korb liegen sollte – als Führung quasi. Diesen Faden entfernte ich dann Stück für Stück, während ich mit schrägen Stichen die Maschen füllte. Hierbei wechselte ich die Richtung, wenn mir danach war und versuchte, nicht allzu perfektionistisch zu sein.

Am “Bein” des Buchstaben L führte ich den Faden ein Stück durch die Maschen auf der Rückseite, bevor ich mit den schrägen Stichen weitermachte. Am Anfang und Ende wurde das Garn ein wenig verknotet und verstochen und dann auf der Rückseite noch ein Stück durch die entstandenen Stiche gezogen, bevor ich es knapp abschnitt.

Et voilà… Mein neues Fahrradkörbchen! Ich bin so glücklich damit. Mein Bruder war so lieb, mir mit seinem DYMO Etikettendrucker* noch ein kleines Etikett zu machen, auf dem “Don’t steal me!” steht. Hoffen wir, dass es hilft… Dieser Tage werden so viele Räder geklaut in Leipzig.

Ich hoffe, mein kleines “Pimp my bike!”-DIY hat euch gefallen und ihr habt vielleicht Lust, eurem Drahtesel auch mal wieder etwas Liebe zu zeigen. Wir sehnen uns so oft nach neuen oder vermeintlich besseren Dingen, aber man kann auch so viel mit dem machen, was man schon hat – und schätzt es dadurch wieder viel mehr.

Eure

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Unser USA-Roadtrip: Die Nationalparks

Nachdem ich hier bereits über den ersten Abschnitt unseres Roadtrips entlang der Westküste berichtet hatte, geht es nun ein wenig ins Landesinnere und zu unserem persönlichen Highlight: den wunderbaren Nationalparks! Viel umschwärmt und viel besucht und dennoch genau so beeindruckend, wie man sie sich vorstellt…

Zunächst ein paar grundlegende Infos:

- Eintritt: Die Nationalparks kosten zwischen 10 und 25$ Eintritt. Bei 6 Nationalparks, die wir besucht haben und einem durchschnittlichen Eintritt von 20$ wären wir insgesamt bei etwa 120$ herausgekommen. Mit der Jahreskarte bezahlt man einmalig 80$ für ein Auto mit bis zu 4 Personen, das war für uns deutlich günstiger. Die Jahreskarte kann man einfach bei der Einfahrt in den ersten Nationalpark erwerben.

- Übernachtungen: Gerade bei den großen und beliebten Nationalparks wie Yosemite oder Grand Canyon sollte man unbedingt eine Unterkunft vorbuchen. Wir buchten unsere Campingplätze zum Teil Monate im Voraus, zum Teil von unterwegs einige Tage zuvor. Leider hatten wir einen Denkfehler bei einer Buchung und mussten so bei der Ankunft im Yosemite feststellen, dass wir erst für den nächsten Tag eine Unterkunft gebucht hatten – not funny! So suchten wir ewig nach einem Platz, zumal wir gelesen hatten, dass widerrechtlich parkende Camper knallhart abkassiert werden. Letztendlich stellten wir uns auf einen reservierten Platz, der halb 12 noch nicht besetzt war und zahlten am nächsten Morgen. Ging auch, war aber unnötiger Stress.

- Geheimtipps: Karten sind eigentlich nur nötig, wenn man eine lange Wanderung plant. Ansonsten bekommt man bei der Einfahrt in jeden Nationalpark Kartenmaterial mit speziellen Tipps, auch zu aktuellen Ereignissen und Besonderheiten des Parks (ich sage nur: Bären). Für eine Erkundungstour sollten diese Infos eigentlich reichen. Ich würde empfehlen, so oft wie möglich das Auto stehen zu lassen und die kostenlosen öffentlichen Verkehrsmittel im Park zu nutzen. Und: sprecht mit den Rangern! Sie sind die Experten vor Ort und kennen den Park wie ihre Westentasche. Wir waren ganz traurig, weil wir bei Regen und Nebel im Bryce Canyon ankamen, aber der Ranger empfahl uns eine wunderbare Wanderung, die uns die Schönheit dieses Ortes auch bei vermeintlich „schlechtem“ Wetter erleben ließ.

GRAND CANYON

- Highlights: Viel sahen wir vom Grand Canyon leider nicht. Nach der Ankunft schauten wir uns die Aussichtspunkte am South Rim an und waren einfach nur überwältigt von der Aussicht. Für den nächsten Tag hatten wir eine Wanderung geplant, aber leider war es regnerisch und nebelig und so machten wir uns direkt auf den Weg.

BRYCE CANYON

- Highlights: Das absolute Highlight in diesem Nationalpark sind die roten „Hoodoos“ (Steinsäulen). Auf dem Queen Victoria Trail kann man zunächst den Ausblick über die Gegend genießen und dann zwischen die einzelnen Säulen absteigen. Die gewachsene Steinsäule in markanter „Queen Victoria“-Form markiert das Ende der kurzen Wanderung.

ZION

- Highlights: Mit dem Shuttle ging es für uns in den Nationalpark – auf dem Weg wurden per Durchsage die Highlights des Nationalparks erläutert. Wir unternahmen die Wanderung zum Angels‘ Landing. Die war anstrengend und ausgesetzt, aber der wunderschöne Ausblick über den Nationalpark am Ende entschädigt wirklich für alle Strapazen!

VALLEY OF FIRE

- Highlights: Die wunderschöne Fire Wave, die man vom Parkplatz in einem gemütlichen Fußmarsch von 10 Minuten erreichen kann, war mein absolutes Highlight. Das Foto von uns auf der Welle aus Stein ziert mittlerweile sogar unser Schlafzimmer. Unbedingt genügend zu trinken mitnehmen und auch zwischendurch immer wieder im Auto auf Temperatur bringen!

DEATH VALLEY

- Highlights: Wir hatten so viel Angst vor der Fahrt durch diesen Nationalpark, weil bei unserem Verleiher die Haftung für Pannen ausgeschlossen war. So starteten wir bereits um 5:45 in Las Vegas, checkten nochmal Öl, Wasservorräte und Benzin und machten uns dann auf den Weg. Wir stoppten an den Aussichtspunkten, den Sanddünen – und aßen sogar mitten in der Einöde ein Eis. Am Ende war es lustigerweise viel weniger heiß und aufregend als erwartet.

YOSEMITE

- Highlights: Im Yosemite verbrachten wir von allen Nationalparks die meiste Zeit. Wir unternahmen kleine und größere Wanderungen, wobei der 4 Mile Trail zum Glacier Point mit perfektem Blick auf den Half Dome mein persönlicher Höhepunkt war. Nach einem langen Abstieg an den Nevada Falls und am Fluss entlang schleppten wir uns schließlich zurück auf den Campingplatz. Dort erwartete uns aber glücklicherweise jeden Abend ein ausgedehntes Lagerfeuer mit S’Mores.

Mit dem Nationalparkbus kann man auch hier eine gute Rundreise machen und einfach da aussteigen, wo es einem am besten gefällt – beispielsweise am El Capitan, um Kletterer zu beobachten. Der Nationalparkservice hat eigens dafür öffentliche Ferngläser aufgestellt. Besonders hübsch fand ich die Bridalveil Falls, ein zart verwehter Wasserfall mit einem Effekt wie ein Brautschleier.

Ich hoffe, meine kleine Zusammenfassung hat euch gefallen! Es ist so schön, mithilfe dieser Posts nochmal ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen, wo doch unser Urlaub schon wieder 8 Monate her ist…

Eure

Mein neues Buch: 1 Schnitt, 10 Lieblingsjacken & Mäntel nähen

So oft habe ich geteasert, so lange musste ich euch vertrösten, weil hier mal wieder nichts los war. Aber nun gibt es aufregende Neuigkeiten:

Am 17. August 2017 erscheint mein neues Buch 1 Schnitt, zehn Jacken: Lieblingsjacken und Mäntel nähen – Für jede Jahreszeit* – und ich freue mich wie Bolle!

Nach meinem letzten Buch, das wunderschön geworden ist, aber eben auch so viel Arbeit war, brauchte ich erstmal eine längere Pause vom Bücherschreiben. Als dann der Verlag im letzten Herbst mit der Idee für dieses Buch ums Eck kam, wusste ich aber sofort, dass ich dieses Projekt gern umsetzen würde. Und so verbrachte ich ein reichliches halbes Jahr mit dem Zeichnen von Entwürfen, dem Nähen der Musterteile und Fotografieren der Anleitungen sowie Modellfotos, dem Schreiben der Anleitungen und Bearbeiten der Bilder.

Das heißt konkret: neben unserem Tagesgeschäft bei Schleifenfänger wuppten meine zwei tapferen Schneiderlein Jessica und Andrea und ich dieses Buch, für dessen Umsetzung jede Woche ein Tag reserviert war. Wie es immer so ist, wenn die Abgabe näher rückt, kamen dann für mich natürlich doch noch die ein oder andere Wochenend- und Abendschicht hinzu, aber all die Arbeit hat sich sowas von gelohnt!

Ich freu’ mich jetzt schon, das Buch zum ersten Mal in den Händen zu halten – aber vor allem auch darauf, was ihr mit den Schnitten macht! Wie auch schon beim letzten Buch könnt ihr damit so viel mehr als 10 Schnittvarianten umsetzen, denn alle Ärmel, Krägen, Kapuzen und Taschen lassen sich nach Lust und Laune mit den Grundschnitten – einmal tailliert mit Teilungsnähten und einmal leicht ausgestellt – kombinieren. Meine Lieblingsvarianten sind der Dufflecoat und der Regenmantel, aber eigentlich liebe ich alle Modelle!

Sobald das Buch erschienen ist, stelle ich euch die einzelnen Varianten natürlich nochmal ausführlicher vor und erzähle euch ein wenig mehr über den Aufbau. Ich kann euch aber schonmal verraten, dass ihr mithilfe der enthaltenen Schnitte für alle Jahreszeiten und Anlässe gewappnet seid. So gibt es sportliche, aber auch festliche und business-taugliche Modelle. Mit eurer eigenen Stoff- und Farbwahl könnt ihr diese natürlich noch mehr personalisieren. Ideen zur individuellen Gestaltung findet ihr auch im Buch.

Ich freu’ mich so, endlich die Katze aus dem Sack lassen zu können und hoffe, ihr freut euch auch! Danke in jedem Falle für eure Unterstützung, eure lieben Worte hier, bei Facebook, Instagram und in live. Ihr glaubt gar nicht, wie viel mir das bedeutet und wie sehr ich mich darüber freue <3

Eure

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Lieblingsoutfit: Mexikanisches Kleid wird zum Top

Ich freue mich so, ihr Lieben, denn vergangene Woche habe ich mein neues Nähbuch abgegeben! Bald kann ich euch mehr verraten, aber so viel sei schonmal gesagt: es war wieder ganz viel Arbeit, die sich aber auf jeden Fall ausgezahlt hat. Ich bin total gespannt aufs Resultat.

Nun, da ich wieder ein wenig mehr Freizeit habe, kann ich euch hier auch wieder öfter meine Outfits, Inspirationen und selbstgenähten Teile präsentieren und darauf freue ich mich jetzt schon!

Den Anfang macht dieses mexikanische Top, das im Rahmen meines Kleiderschrank-Makeovers mit ein paar Stichen einen ganz neuen Look bekam. Es war nämlich vorher ein Kleid – das ich aber leider nie trug!

Kennt ihr das, wenn man ein schlechtes Gewissen hat, ein schönes Teil umzuarbeiten, weil man Angst hat, es irgendwie zu versauen? So ging es mir auch bei diesem Kleid. Aber dann dachte ich mir: Ich trage es ohnehin nie – was soll also schief gehen? Tatsächlich liebe ich es als Top noch ein bisschen mehr und habe nun ein universelles Teil, das wunderbar zu Jeans und Shorts passt.

Sonnenbrille – H&M vor ein paar Jahren
Kette – selbstgemacht
Top, Jeanshemd, Gürtel, Booties – secondhand
Jeans – Long Tall Sally
Strickmantel – Selected Femme
Tasche – Gusti Ledertaschen

Ist es nicht schön, dass es endlich nicht mehr zu kalt für solche Looks ist? Dieses Outfit trug ich vor zwei Wochen, um mit unserer Schwalbe einen kleinen Ausflug zur Eisdiele zu unternehmen. Ich hoffe, ihr genießt den Frühling auch in vollen Zügen!

Eure