Schön war’s: Ein sommerlicher Fashion-Sunday 2017


Fotos: annabelle sagt

Es fühlt sich an, als wäre er schon wieder ewig her, unser Fashion Sunday 2017! Einen sommerlichen Sonntag im Mai nutzten wir Leipziger Bloggermädels, um im Kaiserbad Quartier zu beziehen und ehemals heiß geliebte Kleiderschätze an die Frau zu bringen. Bei dem Wetter momentan, das eher an fallende Blätter und Kürbissuppe als an den Sommer erinnert, denke ich besonders gerne an den Tag mit Sonnenschein, Musik, glücklichen Menschen, Luftballons und rundum positiven Vibes zurück…


Foto: annabelle sagt

Es war so lustig zu sehen, wie jeder Stand perfekt den Stil der Standbesitzerin widerspiegelte! Der eine klassisch-monochrom, der andere boho-inspiriert und meiner ganz bunt und retro!

Auch die Mädels von Kiss & Tell waren mit einem Stand und ihrem wunderbaren Stadtschwärmer vertreten.

Birgit von Saltoflorale tobte sich floral aus und vereinte Rosen, Orchideen, Monsterablätter und Flamingos in einem knalligen Ensemble.

Schön war’s bei Kaiserwetter am Kaiserbad mit meinen lieben Standnachbarinnen und Bloggerkolleginnen Madlén Bohéme und Nhi. Und natürlich mit der lieben Rosa, Sarah, Mia, Anne und all den anderen Girls.


Fotos: annabelle sagt

Mein selbstgenähter Mantel aus rosafarbenem Plüsch war übrigens der Renner auf dem Fashion Sunday! Mir selbst war die Farbe dann doch zu krass, aber Sarah schlug sofort zu. Und Mia, die den Mantel auf dem Foto trägt, bestellte auch gleich noch ein Exemplar aus dem Reststoff.

Eure

Superschnelles DIY: Mini-Makramee als Brosche

Irgendwann im letzten Jahr entdeckte ich meine Liebe zur Knüpfkunst Makramee. Meine Mama knüpfte in ihrer Jugend begeistert Makramee und versorgte mich nur zu gerne mit Informationen und Original-Anleitungen aus den 70ern – die an Aktualität übrigens nicht verloren haben. Und obwohl ich aufwändige Projekte wie Wallhangings total mag, stand mir diesmal der Sinn nach einem schnelleren Projekt für den Sommer. So kam mir die Idee, ein kleines Mini-Wallhanging für Jacken und Cardigans zu knüpfen.

Was soll ich sagen? Ich bin verliebt!

Du brauchst: Baumwollgarn in cremeweiß, Sekundenkleber, eine kleine Schere, einen Ast & eine Broschennadel

So geht’s:

1 Schneide dir 6 Fäden zurecht. Eine Armlänge pro Faden sollte reichen.

2 Knüpfe die Fäden wie gezeigt auf den Ast. Fixiere den rechten und linken Anfangsknoten mit etwas Sekundenkleber am Ast.

3 Beginne wie gezeigt mit einem halben Weberknoten.

4 Ziehe den Knoten fest an und knüpfe einen halben Weberknoten nach rechts über den ersten. Beide Knoten zusammen ergeben einen Weberknoten.

5 Wiederhole Schritte 3 und 4, bis du zwei Reihen Weberknoten geknüpft hast.

6 Knüpfe dann zwei Weberknoten nebeneinander, die jeweils um zwei Fäden nach innen versetzt sind. So entsteht eine dreieckige Form.

7 Knüpfe dann noch einen Weberknoten um die mittigen zwei Fäden, um die dreieckige Form zu beenden.

8 Nun knüpfst du einen diagonalen Cordonknoten. Hierbei wird der äußerste Faden mit zwei Knoten umschlungen und nach und nach als Diagonale nach innen geführt.

9 Mit dem zweiten Teil schließt du den Cordonknoten ab. Wiederhole Schritte 8 und 9, bis der diagonal liegende Faden in der Mitte deines Arbeitsstückes angekommen ist.

10 & 11 Knüpfe nun auch auf der anderen Seiten diagonale Cordonknoten um den äußersten Faden, bis dieser in der Mitte angekommen ist.

12 & 13 Mit einem letzten Cordonknoten verbindest du beide Diagonalen zu einem Dreieck.

14 Schneide zuletzt die Enden der Fäden ab, franse sie ein wenig aus und klebe eine Broschennadel auf die Rückseite deiner Brosche – fertig!

Glaubt mir: es sieht komplizierter aus, als es ist! Habt ihr beim Makramee erst einmal den Dreh raus, könnt ihr mit den Grundknoten so viele tolle Projekte realisieren. Und mit eingeknüpften Perlen, verschiedenfarbigem Garn oder einem bemalten Ast könnt ihr euer Makramee noch individueller gestalten.

Yay! Na dann viel Spaß beim Umsetzen.

Eure

Lieblingsoutfit: Mom Pants

Nach meinem Kleiderschrank-Makeover im Frühjahr stellte ich fest, dass mir ein paar ganz schlichte, universelle Teile für die Arbeit fehlten. Blüschen hängen ja in allen Varianten in meinem Schrank, aber eine Hose, mit der man direkt “angezogen” aussieht, fehlte mir noch zum Kleiderschrank-Glück. Online entdeckte ich dieses Modell von Y.A.S Tall, das mir direkt gefiel. Ich liebe die Passform und mag, dass die Hose hoch geschnitten und nur knöchellang ist. Trotzdem passt sie gefühlt zu allem und wurde schon an etlichen unkreativeren Tagen in den Laden ausgeführt. Top dazu – fertig!

Als ich die Hose bei Instagram als Muddi-Buxe betitelte, kam von meiner Mama aber gleich Widerspruch: “Solche hat die Muddi nicht. Sieht aber toll aus bei dir.” – Hatte sie aber mal, damals in den 90ern. Vielleicht mag ich die Hose auch deshalb so gern.

Sonnenbrille – secondhand aus London
Shirt, Kimono – selbstgenäht
Kette – Moorea Seal
Muddi-Buxe – Y.A.S Tall
Schnürschuhe – Clarks
Tasche – Gusti Ledertaschen

Das Outfit trug ich an einem freien Mittwoch, um mit meiner lieben Freundin Conny frühstücken zu gehen. Es ist so schön, sich ab und an einen freien Tag zu schenken, an dem man einfach mal ein wenig herumtrödeln und Freunde treffen kann – und sich keine Gedanken machen muss, ob man pünktlich zu dieser oder jener Zeit zurück ist. Also einfach treiben lassen, an den Rosen riechen und neue Ecken in der eigenen Stadt entdecken. Herrlich!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen tollen Start in eine neue Woche, die wie ein unbeschriebenes Blatt vor uns liegt. Machen wir das Beste daraus!

Eure

DIY: Bestickter Fahrradkorb // Pimp my bike!

Nachdem ich im letzten Sommer das wunderbare mintfarbene Vintage-Fahrrad mit meinem Papa pimpte, hatte ich ständig das Bedürfnis, mein langweiliges Alltagsrad auch ein wenig aufzuwerten. Davon abgesehen, dass die Kette dringend Öl und die Reifen Luft brauchten, hatte das Fahrrad wirklich mal wieder eine Verschönerungskur verdient. Zuerst wechselte ich die alte Fahrradklingel gegen eine rot-weiß-gepunktete, die mir meine Schwiegermama geschenkt hatte. Dann war der rostige alte Fahrradkorb dran, den noch eine künstliche Blumenkette zierte, die sich im Laufe der Zeit von mehr und mehr Blüten verabschiedet hatte.

Den weißen Basil-Korb bestellte ich im Fahrradladen meines Vertrauens, es gibt ihn aber auch bei Amazon*. Er ist etwas kleiner als die sonstigen Körbchen, passt aber gut auf mein Rad. Ich entschied mich, ihm mit einem Rest roter Filzwolle und einer Sticknadel mit abgerundeter Spitze, die ich sonst für meine Strickprojekte verwende, noch etwas mehr Farbe und Leben einzuhauchen.

Das Besticken selbst war eigentlich ganz einfach. Mit einem langen Faden stickte ich zunächst ganz grob vor, wie der Schriftzug etwa auf dem Korb liegen sollte – als Führung quasi. Diesen Faden entfernte ich dann Stück für Stück, während ich mit schrägen Stichen die Maschen füllte. Hierbei wechselte ich die Richtung, wenn mir danach war und versuchte, nicht allzu perfektionistisch zu sein.

Am “Bein” des Buchstaben L führte ich den Faden ein Stück durch die Maschen auf der Rückseite, bevor ich mit den schrägen Stichen weitermachte. Am Anfang und Ende wurde das Garn ein wenig verknotet und verstochen und dann auf der Rückseite noch ein Stück durch die entstandenen Stiche gezogen, bevor ich es knapp abschnitt.

Et voilà… Mein neues Fahrradkörbchen! Ich bin so glücklich damit. Mein Bruder war so lieb, mir mit seinem DYMO Etikettendrucker* noch ein kleines Etikett zu machen, auf dem “Don’t steal me!” steht. Hoffen wir, dass es hilft… Dieser Tage werden so viele Räder geklaut in Leipzig.

Ich hoffe, mein kleines “Pimp my bike!”-DIY hat euch gefallen und ihr habt vielleicht Lust, eurem Drahtesel auch mal wieder etwas Liebe zu zeigen. Wir sehnen uns so oft nach neuen oder vermeintlich besseren Dingen, aber man kann auch so viel mit dem machen, was man schon hat – und schätzt es dadurch wieder viel mehr.

Eure

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